medienmassaker

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soda, jetz geht’s richtig ab

Ich mach’s kurz. Auch im medienmassaker.ch blog darf die Euro ‘08 nicht fehlen. Darum grad das da:d-schwiz-freut-sich-uf-d-euro.mp3

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Tamisiech, war das Pisigaggi!

Letzter Freitagabend, namentlich der 18. April, war wohl das schlimmste Konzerterlebnis, was ich in meiner 23-jährigen Konzertbesucherkarriere erleben musste. Schuld daran ist das Tages-Musikredaktionsteam von DRS3, muss ich dazu erwähnen. Damals - das war wohl so Anfangs Februar - lobten sie die Newcomerband “a fine frenzy” in den höchsten Tönen. Der Superhit* “Almost Lover” versprach einen romantischen Abend mit Freundin, im Kaufleuten. Hab mich also eingelassen auf das Konzertangebot von Allblues, 80.- für 2 Tickets liegenlassen und… war nach genau 14 Min. 25″ wieder aus dem Konzertsaal (Statistiker unter euch? Legt los.), völlig entnervt. 3 Songs - einer wie der andere - mit ziemlich genau je 6 Noten gesungen, einem einzigen Tempo gespielt - Schlagzeuger/Gitarrist zum einschlafen, Pianist mit lustigem Jazzhut (auffällig das…), Sängerin hübsch aber mit Stimme à la Nelly Furtado (würg) wie 15′000 andere Sängerinnen - und der Mischer hatte vermutlich Metallimplantate in den Ohren. Alles in allem stinklangweilig. Mann war das langweilig. Das Publikum war auch sehr Zürich - ja dabeibleiben, man könnte ja “nicht gesehen werden”… Typisch, dass nach dem Superhit* der Saal sich leerte, obwohl die Band erst grad zweidrittel des Konzerts hinter sich hatte. *Superhit = wird auf- und abgespielt den lieben Tag lang, oder Ich-kanns-nicht-mehr-hören-den “=!!:*@!

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es gibt wieder schnee - funk

Immer wieder lustig, die schneefunk-Parties in Luzern und Zug. Dieses Mal schaut DJ Boca45 aus Bristol rein. Der Typ legt nur mit den kleinen Singles aus den Jukeboxen auf und s-s-sKräTScht sie, bis die Bude brennt. Soul, Funk, 60’s Rock und Classic HipHop. Jawoll, mein Herr, alles echt und nix Konserven-Mix. Für die Aufwärmrunde bis ca. 01h in der Lounge & Gallery in Zug sorgen Damian&Maurice von den DUST SURFERS (Walchwil und Zürich). Wer in Zürich ab und zu z.B. in der Badi Enge, im Cabaret Voltaire, in der Dachkantine oder im El Lokal war, kennt die Jungs von dort her. In Luzern, in der Bar59, werden ab 01h WaB und High Cut nachbrennen. MM-Schreiberlinge kommen selpverschtentlich gratos rein.

Es hat also für alle etwas… freu’n sie sich.

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Jamie O.

Ich war letzte Woche “Into the Wild” von Sean Penn schauen. Jetzt geht’s mir eben nicht darum, den Film nach seiner Dramaturgie, seinen Schauspielerinnen oder seinen unglaublichen Aufnahmen oder seiner epochalen Mucke von Eddie Vedder oder andere Leistungen auseinanderzunehmen. Es handelt sich hier schliesslich um einen der besten Filme, den ich je gesehen habe.

Ich weiss nicht, wie’s dir geht, wenn du nach so einem Film aus dem Kino läufst, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du nach DEM Streifen deine letzten Achdfranggenfümzig-bitte am nächsten Imbiss für ein Stück frisch erlegter Kebabkeule liegen lassen wirst. Tatsache ist, dass Christopher McCandless, einfach weil er zwei Blüten verwechselt hat, damals verhungert ist – das in der Zeit von Pearl Jam, Nirvana, Guns n Roses und Soundgarden. Scheisse. Kochen ist Kunst, essen auch.

Das Kochbuch „Natürlich Jamie“ rettet zwar nicht in der Wildnis, ist aber doch recht nützlich: ein himmlischer Bote kulinarischer Höhenflüge. Der Buchdeckel verrät es: zu jeder Jahreszeit passende, supereinfache, originelle Gerichte. Wer ein Gemüsegarten pflegt, wird von Jamie auf noch recht einfache Weise ins Fach wie-pflanze-ich-meine-eigenen-xxx-an und ich-koche-das-Zeugs eingeführt. Schön übertrieben Makrofotografisch bebildert das Ganze, und recht farbig illustriert, so dass es deiner Freundin auch gefällt. Ein Highlight: Im Kapitel Sommer lernt man anständig grillieren. Anständig. Was noch positiv auffällt ist, dass die Portionen auch zeitweise für 8 Personen angegeben werden. Ein Kochbuch für Freunde also, der einem den Ausstieg aus der Gesellschaft glattwegs vergessen lässt.

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