Archive for the 'Music' Category
Es dröhnt in der Hütte… Boris/Growing 18.05.2008 Salzhaus Winterthur
Ich war ja ziemlich gespannt als ich gestern abend das Salzhaus in Winterthur betrat. Boris aus Japan und Growing aus den USA, beides ziemlich gut bekannte Grössen in der Drone und Doom Szene, spielten zum Tanz auf. Mit gemischten Gefühlen hat sich der Unwissende auf ein unkonventionelles Konzert eingestellt und in den vorderen Reihen des Salzhauses Platz genommen. Schon ein Blick auf die Bühne, beladen von einer Armada von Tret und anderen Effekten deutete darauf hin wo es nun lang gehen wird.
Die zwei Jungs von Growing enterten mit Ihren Gitarren die Bühne und es dauerte nicht lange bis ich von der Klangästethik und Ihrer Performance (ich nenn das mal so) in den Bann gezogen war. Der Sound von Growing ist ziemlich schwer definierbar, vor allem viele Flächen und Gedröhn, kein oder fast kein Beat, alles erzeugt aus Gitarren und Effektgeräten. Eine Growing Performance ist Theater für Elektroniker und hat einen starken Hang zur Improvisation. Dies ist aber auch sehr gut verständlich wenn man bedenkt, dass hunderte von Reglern manuell richtig eingestellt werden müssen. Beim letzten Song z.B. fand der Gitarrist den gewünschten Klang nicht, schraubte an den Reglern, schüttelte den Kopf, steckte Kabel um, schüttelte den Kopf. Für den Zuschauer zeigte sich, dass sehr viel Handwerk hinter dieser Art von Sound steckt.. Ich war schwer beeindruckt.
Die Erwartungshaltung war daher gross, denn Boris waren ja Headliner und in der Kultrangliste ein paar Ligen über Growing. Boris starteten mit einem gefälligen langsamen Track, aber man merkte sofort, hier war wieder Songstruktur angesagt. Boris hat einen Drummer (der ist ein Psycho) und Gesang welcher haarscharf an einem Popstimmchen vorbeigeht. Schon während des ersten Tracks, kommen mir Zweifel bezüglich der Innovativität dieser Band. Aber was dann kommt, geht gar nicht. Boris treten aufs Gaspedal und es rumpelt in der Kiste. Ziemlich rasch fühle ich mich in meine eigene Uebungsraumzeit versetzt, so nach dem Motto, wir spielen jetzt schnell, Timing scheiss egal. Und es war Metal, Doom oder Stoner wie immer man das nennen mag. Jede Heavy Metal Band aus den spät80ern klingt einiges besser. Verfeinert wurden die Songs noch durch nerviges Geheule des Drummers. “Pissigaggi” würde unser Mack hier sagen. Starke Momente gab es nur während langsamen Passagen, so auch im letzten Song, der sich über ca 35 Minuten hinzog. Aber auch hier zerstörte der poppige Gesang etwas die Atmosphäre.
Trotzdem ein schöner inspiriernder Abend, Growing waren das Geld wert. Es schreit nach Drone Made in Switzerland. Zwei Treter hab ich schon zu Hause. We will keep you informed.
1 commentFegefeuer und andere (un)schöne Sachen
Einen kleinen Surftipp aufs Wochenende hin (und glauben Sie mir: Am besten fangen Sie Ihr Wochenende jetzt grad an, weil davon loskommen tun Sie nicht mehr. Und genug Inhalt, um ein fünftägiges Wochenende oder gar ein ganzes Leben im Nu vergehen zu lassen, bietet Ihnen folgender Tip sowieso.) habe ich Ihnen hier noch schnell: Die Seiten der Zeugen der Wahrheit nämlich. Auf diesen Seiten finden Sie so interessante und lebensnotwendige Informationen wie Allgemeines über das Fegefeuer, ein paar hilfreiche Tips Über die Hölle, eine kurze Zusammenfassung über die Verdammung oder ein paar stichhaltige Beweise dafür, dass die Reformierten sowieso komplett falsch liegen und einem Irrglauben nachrennen. Das Sie, falls Sie homosexuell sind oder Sex ausserhalb der Ehe praktizieren, die ewige Verdammnis erwartet, brauche ich hier wohl nicht extra zu erwähnen. Dinge, die Ihnen das tägliche Leben erleichtern also. Denken Sie an die Worte der Zeugen der Wahrheit, wenn Sie die neue Blackmail (Tempo Tempo) in den Händen halten - da MUSS der Teufel seine Finger im Spiel gehabt haben! (Unter uns gesagt: Tempo Tempo ist, wie alle Blackmail Alben, der Hammer. Ich darf mir dieses Meisterwerk aber nur anhören, weil ich täglich 100 Rosenkränze bete und mir jeden Morgen vor dem Zähneputzen mindestens eine halbe Stunde lang den leidenden Jesus anschaue und mich dabei selber geissle.)
Hier grad noch schnell False Medication, der Opener von Tempo Tempo. Und dran denken: Busse tun nach dem Anhören!
Johnossi, The Kills und Pete Philly And The Perquisite
Drei ganz feine Alben möchte der Herr Weber Euch heute ins Osternestchen legen. Nicht alle drei ganz neu, aber doch so neu, dass man alle drei Alben bereits schon auf Music Cassette finden kann.
Anfangen möchte ich mit Johnossi’s All They Ever Wanted. Die ist definitiv so richtig neu. Letzte Woche rausgekommen nämlich. Auch ist die so neu, dass ich noch kein abschliessendes Urteil abzugeben vermag, respektive mich noch nicht über allfällige Langzeitschäden auslassen kann. Wer jedoch das nach ihnen selbst benannte Debut (2005) der zwei schwedischen Jungs gehört und lieben gelernt hat, zweifelt keine Sekunde an der Nachhaltigkeit und Beständigkeit der Songs. Was man sagen kann: Das Ding kommt grundsätzlich in rockigerem und schnellerem Gewand daher als der Vorgänger. Gut so. Als Müsterchen gibts den Opener 18 Karat Gold vor den Latz.
Weiter gehts mit Midnight Boom (2008) von The Kills. Ein gewisser The Kills Hype ist bestimmt nicht zu leugnen, was einerseits gut fürs Portemonnaie der Band ist (die Verkäufe der bisherigen EPs und LPs hielt sich trotz guter Kritiken in sehr bescheidenem Rahmen), andererseits aber auch den einen oder anderen Ich-höre-aus-Prinzip-nur-Musik-die-sonst-niemand-hört-auch-wenn-sie-Scheisse-ist Clown abschrecken dürfte - was wiederum absolut Wurst ist. Hype hin oder her: Midnight Boom erweist dem Minimalismus alle Ehre und macht ganz viel Spass. Als Müsterchen gibts auch hier den Opener, der aber lustigerweise nicht 18 Karat Gold heisst wie bei Johnossi, sondern U.R.A Fever.
Den Schlusspunkt setzen noch schnell der Pete Philly And The Perquisite und ihr Mistery Repeats (2007). Gute Hiphop Acts kann man (oder ich jedenfalls) an relativ wenigen Extremitäten abzählen. Zur guten Gesellschaft von The Roots, Gangstarr, Pharcyde und Konsorten gesellen sich nun auch Pete Philly And The Perquisite. Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich ihre früheren Werke nicht kenne, dies jedoch auf jeden Fall nachholen werden. So smarte Texte, so viel Flow in den Rhymes, so geschmackvoll ausgewählte Samples aus Jazz und Klassik und Beats, die jeden müden Arsch munter machen haben haben wir schon lange nicht mehr gehört. Hut ab, Tanzschuhe an! Hier der Titeltrack Mystery Repeats.
Life Of Agony - Ugly (1995)
Als Life Of Agony 1993 ihr Debut River Runs Red auf die gepflegte und frisch geföhnte Heavy Metal Fraktion losliessen, war sich sich diese alles andere als einig darüber, ob man das Werk anspucken oder denn als Offenbarung feiern soll. Da war zu viel Hardcore und Melodie drin, um es einfach so hinzunehmen. Und wo zum Teufel blieben die für den Metal dieser Zeit so charakteristischen zackig gespielten Soli? War Gitarrist Joey Z. unfähig? So dachte zumindest die eher engstirnige Metalgemeinde. Diejenigen, die ein wenig toleranter durch die Welt aus Metall marschierten, waren fasziniert vom unglaublichen Stimmspektrum, das der kleine Mann Keith Caputo an den Tag legte und hingerissen von den überraschenden Tempiwechseln und alles niedermähenden Riffs, die Keith’s Musikanten aus ihren kurzen Ärmeln zauberten. River Runs Red kam als Konzeptalbum daher und befasst sich mit dem Selbstmord eines jungen Burschen, der mit den Problemen, die die Umwelt ihm aufbürdet, nicht mehr klar kommt.
Nur: es kam noch besser. Der Nachfolger von River Runs Red nannte sich kurz und bündig Ugly und war alles ausser dem, was einem der Titel suggerieren wollte. Die Härte und das zum Teil ein wenig konstruiert wirkende Songwriting des Erstlings wichen kompakteren und ausgeklügelteren Songs, die den Zuhörer mit unglaublichen und wohlige Hühnerhaut erzeugenden Melodien versorgte und noch immer vesorgt. Ach ja, die Texte handelten weiterhin nicht von Tauchferien auf den Malediven oder Mädchen in kurzen Röckchen. Ugly hat über die Jahre keinen Millimeter seiner Klasse eingebüsst und gehört weiterhin zu den absoluten Lieblingen eines jeden Musikliebhabers. Dies sage ich nicht nur einfach so, nein, das IST so.
Soul Searching Sun 1997), den Nachfolger von Ugly, kann man im Übrigen ebenfalls mit ganz reinem Gewissen ins Plattenregal stellen. Keith Caputo verliess nach den Aufnahmen dazu die Band und nahm ein paar Alben auf, die aus meiner Sicht ebenfalls viel mehr Anerkennung verdient hätten, als sie es effektiv haben. 2003 haben sich die Jungs wieder gefunden und 2005 ihr grossartiges Comeback Broken Valley veröffentlicht. Die Zeit, in der Whitfield Crane (Ex-Ugly Kid Joe) bei Life Of Agony ins Mikro spuckte, kann getrost als verloren und unwichtig betrachtet werden.
Und: Am 13. Juli 2008 spielen Life Of Agony in der Schüür in Luzern. Anscheinend. Gemäss Free&Virgin (nach Life Of Agony suchen da im Suchfeld) jedenfalls. Hingehen!
Dazu: Im April kommt Keith Caputos neues Album A Fondness For Hometown Scars in die Läden. Man darf durchaus Grosses erwarten und hofft, nicht enttäuscht zu werden. Mehr dazu dann an dieser Stelle, wenn die Zeit reif dafür ist.
Zusätzlich: Offizielle Webseite von Life Of Agony.
Des Weiteren: Hier noch schnell zwei Zückerli ab Ugly. Let’s Pretend und Fears nämlich. Zwei der zwölf besten Songs auf dem Album.
Let’s Pretend
Fears
Lou Reed in Zürich (2. Juli 2008)
Also, der Lou Reed wird im kommenden Sommer im Hallenstadion zu Zürich zu Gast sein. An alle die jetzt denken: “naja und?”. MOMENT. So habe ich auch gedacht, als ich diese Ankündigung das erste Mal vernommen habe. Irgendwie blieb mir dieser Event trotzdem im Kopf so habe ich den Herrn Reed heute morgen eingeladen bei mir im Auto aus seinem Album “New York” zu erzählen. Alles hat er mir erzählt in diesen 50 Minuten, geredet, geklagt bis ich nicht mehr zuhören mochte.
Da besinne ich mich doch lieber auf zwei von mir ausgewählte Perlen aus dem langjährigen Schaffen dieses Herrn und zwar das Album “The Velvet Underground and Nico” von The Velvet Underground aus dem Jahre 1967. Mindestens das Cover dieses Albums dürfte jedem bekannt sein. Die Velvet Underderground wurden seinerzeit vom Andy Warhol (das ist der der die Marilyn farbig angemalt hat) gefördert, waren aber kommerziell nicht wirklich erfolgreich. Trotzdem ist dieses Album absolut hörenswert und hat die Indie Musik bis heute nachhaltig beeinflusst.
Und dann noch das legendäre “Transformer” von Lou Reed aus dem Jahr 1 vor Rob (also 1972). Dieses Album ist ein Meilenstein als ganzes. Es besteht aus bekannteren Songs wie “Walk on the Wild Side” oder “Satellite of Love” aber auch die unbekannteren Sachen sind grossartig. Ich empfehle dieses Album bedingungslos zum Kauf, nicht nur, weil es bei Amazon für günstige 6.67EUR erhältlich ist.
Nun stellt man sich natürlich trotzdem Fragen. Ist Lou Reed einer aus der Kategorie “Ein Konzert das man in seinem Leben unbedingt gesehen haben sollte” ? Soll man denn für das Konzert vom 2. Juli Tickets bestellen oder soll man sich diese beiden CDs kaufen, einen guten schweren Roten öffnen und der genialen Musik zu Hause auf dem Sofa huldigen. Entscheidet selbst.
Passend zum Wetter gibts hier “Perfect Day” vom Transformer Album
und als Vorschau aufs Weekend “Sunday Morning” von The Velvet Underground and Nico.
5 Songs…
… mit denen sechs ich mitten in den heutigen Mittwoch abgefeuert wurde.
1. Radiohead : 15 Step (In Rainbows)
> Den heutigen Tag begonnen hab ich mit 15 Step von Radiohead, dessen knifflige Anfangstakte mich fast zum Auto rausgeschüttelt und das Greifen nach dem Zündschlüssel beinahe verunmöglicht haben. Zum Glück lassen die Jungs den Beat mit der Zeit in geordnetere Bahnen laufen und den Song zur Ohrenweide werden, was mir das Starten Motors dann doch noch ermöglichte. Grosser Song, grosses Album, grosse Band.
2. Just Jack : Koolaid (Overtones)
> Grosser Discoknaller, dieses Koolaid von Just Jack! Denk ich mir jedenfalls. Amüsanter Text und feiner oldschool Electro Boogie Beat. Ich fange unweigerlich an, einen Robodance zum Besten zu geben auf dem DFKNAC (Dancefloor Formerly Known As Cockpit) und tue lustig so, als würden meine Hände an einer Glasscheibe entlang wandern. Was sie eigentlich auch tun.
3. … And You Will Know Us By The Trail Of Dead : Stand In Silence (So Divided)
> So Divided ist ein Album, das keiner gepflegten Musiksammlung unentschuldigt fernbleiben darf. Das selbe gilt auch für den ganzen … And You Will Know Us By The Trail Of Dead Backcatalog. Es gibt nicht viele Bands, die sowohl in ihrem Bandnamen als auch in ihren Songs so viel Abwechslung bieten. Die ganze Rockgeschichte in a box und trotzdem hat man nie das Gefühl, einem gewaltsam und gegen seinen Willen erstellten Flickwerk zuzuhören. Ich mache hier nun eine kurze Pause, damit sie sich schnell alle AYWKUBTTOD Alben kaufen können.
4. Eels : Climbing To The Moon (Electro-shock Blues)
> Der Zufallsgenerator meint es heute ausgesprochen gut mit mir. Angenehm abwechselnd bis anhin und nun mit Eels’ Climbing To The Moon ein Song, der mich einerseits an das grossartige Konzert vom letzten Donnerstag zurückblicken lässt und mir andererseits einen wohligen Schauer über den Rücken huschen lässt. Wunderschönes Lied. Wunderschönes Lied! Beim Ausklingen beschleunige ich von den aktuellen rund 13 km/h (die mir grad unheimlich schnell erscheinen) wieder auf gut 90 und nehme nun auch das energische Hupen der Affen hinter mir wieder wahr.
5. Brand New : Degausser (The Devil And God Are Raging Inside Me)
> Hohooo! Wieder eine gute Wahl, Herr Random! Brand New haben mit ihrem The Devil And God Are Raging Inside Me ein wahres Meisterwerk geschaffen. Vielfältig, sensibel, hart und wunderschön. Ich leide mit, wenn der Jesse “… take me back to your bed, i love you so much that it hurts my head” schluchzt. Armer Kerli, der. Hat nicht viel zu lachen vermutlich.
6. Dropkick Murphys : Flannigan’s Ball (Meanest Of All Time)
> Beim weinend Einparkieren erwischen mich doch tatsächlich noch die Dropkick Murphys. Ich entscheide mich kurzerhand, nun doch nicht zur Arbeit zu gehen, sondern an den Flannigan’s Ball. Meine Tränen weichen einer Bierseeligkeit und Bock auf Wein, Weib und Gesang, denen mit Arbeit am Computer nicht beizukommen ist. Prost mit dem besten Dropkick Murphys Album seit Jahren!
Black Snake Moan (2006)
“Christina Ricci bring das Zelluloid zum brodeln”. Das ist es, was hinten auf der DVD-Hülle steht. Schauen Sie dazu noch das Poster des Stücks an und sie wissen warum ich zugegriffen habe bei Exlibris. Da hat Regisseur und Drehbuchautor Craig Brewer wohl ja eine Knalleridee für eine Story gehabt. Halbnakige Rakete an Kette beim alten Farmer ans Heizungsrohr gefesselt. Wow, was für ein Epos dachte ich mir und schob die scheibe in den Player… ist ja wirklich ein heisses Eisen, die Ricci - und Sämi L. Jackson und Timberlake sind ebenfalls hoch in meiner Favoritenliste… Chips, M&m’s und Sinalco parat… “Everything ist hotter down south” - Play!
Genau so wie gedacht geht’s dann auch gleich los… erste Szene - Rae (Ricci) und Ronnie (Timberlake) am poppen. Dazu Blues… und bereits rennt die 28 jährige auch schon im knappen Höselchen duch die Leinwand… Jahaaaa, Volltreffer! - Dachte ich, glauben Sie…! Weit gefehlt, weiss ich jetzt.
Zwar bekommt die Story (und auch der Betrachter) durch die Idee mit viel Haut und Ketten recht Schärfe, der Film ist aber alles andere als billiges Nakedeikino. Stellt sich doch dann heraus dass Rae eben recht unbeholfen überall ausgenutzt wird und der Lazarus (Sämi L. Jackson) als alter, gläubiger Farmer diese wieder auf den rechten Weg bringen will. Lazarus selber steckte ebenfalls grad in einer Lebenskriese und Rae’s Freund Ronnie fehlts auch an Vollkommenheit. Mit unkonventionellen Mitteln zeigt dann der ehemalige Blues-Meister den beiden Teenies dass es eben vorallem etwas braucht im Leben…. “i’ve got the blues - you’ve got the love” (der ist von mir, ha!).
Das Zusammenspiel von Haut, Blues, Lebensweisheit und Ketten ist perfekt. Der Film bietet jedem etwas und Fans von Schwarzen Südstaatenblues werden heulen vor Glück. Samuel L. Jackson, Ricci und Timberlake laufen in Höchstform und Craig Brewer insziniert seine Geschichte mit viel Aufwand. Die halbe Süd-USA ist am Soundtrack beteiligt und Jackson selber kann seit da auch Gitarre spielen. Brewer selber legt bei seinen Filmen immer wieder viel Wert auf die Musik. Mit “Hustle & Flow” (2005) gelang im bereits eine Hommage an die Rap-Musik. Mit “Black Snake Moan” gibts nun Blues und im “Making of” kündet er bereits den nächsten Film an… irgend etwas mit Country dann. Freuen wir uns!
“Black Snake Moan” war in der Schweiz nie im Kino und ist seit Februar als DVD im Handel. Da ist dem Kinobetreiber oder dem Verleiher aber einiges an Kinoeintritten duch die Lappen gesegelt… schade halt. Holen Sie das nach daheim auf dem Sofa, es lohnt sich.
Trailer zum Film
Titelkultsong “Black Snake Moan” performed by Samuel L. Jackson
Rest now weary head you will get well soon…Garantiert
Es war so um Weihnachten rum, im letzten Jahr, als mir ein gewisser Konstantin Gropper auf Amazon in einem Video in bester Predigermanier garantierte, dass sich mein Leben zum Guten wenden werde, wenn ich jetzt sein neues Album bestelle. Das hab ich als gutgläubiger Amazon Christ natürlich sofort gemacht, musste aber dann drei harte Wochen warten, bis dieses Allerweltsheilmittel in meinem Briefkasten lag. Aber ich hab gar nichts bereut. Nach einem Intensivtest von fast 2 Monaten Dauerrotation, muss ich dem Herrn Gropper dem Kopf von “Get Well Soon” halt einfach Recht geben.”Rest now weary head you will get well soon” der Titel ist Programm. Nur etwas Geduld, lausche den wunderbaren Klängen des Albums und alles wird gut.
Dieses Album ist ein Meisterwerk, abwechslungsreich, sehr schön instrumentiert (es hat sogar Bläser drauf, die mag ich sonst überhaupt nicht). Manchmal melanchonisch (Hallo Herr Cave), dann einfach nur wunderschön. Musik für jede Lebenslage. Für mich bisher das Highlight 2008. Strong Buy.
Als Müsterli gibts hier das Video zu “Christmas in Adventure Parks” mit meiner Lieblingstextzeile: “In Alaska there’s no refrigerator needed, its always cold and cold and cold”.
Gutter Twins - Saturnalia (2008)
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Kaufen! Kaufen! Kaufen! Kaufen! Jetzt! Kaufen! Kaufen! Kaufen! Los! Kaufen! Besser wirds nicht!
God’s Children gibts hier grad noch schnell als Müsterchen.
Rabenschwarze News aus der Glämmerwelt
Sie haben’s sicher auch schon gesungen: “Mammmamamaaaaaaa Mamamama Looooo, Mamama…”, oder? Oder: “Mexicoooooooo, Mexicoooooo-hoooo, Mexicoooo”…. alles und noch viel mehr solcher Ohrenkratzer kommen vom Les Humphries und seinen Les Humphries Singers. Keiner hat’s gemerkt, aber der Les verstarb bereits am 26.12.2007. Die Medien haben’s erst jetzt mitgekriegt.
Mit obigen Songs legendär in der Disco bekannt, startete Les mit seinen Singers 1969 in London. Die Les Humphries Singers waren mit bis zu zwanzig Sängerinnen und Sängern unterwegs und bewegten die Massen mit 40 Millionen verkauften Alben. Das mache denen mal einer nach! Wohl wichtigster Meilenstein, und jetzt passen Sie auf, war wohl Jürgen Drews der seine Karriere (wenn man davon reden kann) bei der Humphries-Crew startete. Was sagen sie dazu!
Der Les selber war eher schräg unterwegs, Alkohol und negative Schlagzeilen begleiteten ihn ständig. Anscheinend soll er sich sogar mal als sein eigener Bruder ausgegeben und seinen eigenen Tod im Radio verkündet haben…
Ein paar Fetenhits hier als Gedenken… der Mann hat’s trotz Heavy-Festival-Wochen bei Medienmassaker redlich verdient, würd ich meinen.
Mama Loo (Remastered)
Mexico (Remastered)
Wussten Sie dass auch der da von denen ist (war)?
Derrick (Part 1)
Link zur sehr schönen Homepage (vermutlich aus dem 69gi)…
Eine weitere tragische Meldung donnert heute durch die Presse: Patrick Swayze (55), Schauspieler und erfolgloser Sänger, leidet an Krebs und soll noch fünf Wochen zu leben haben…. Verdammt, keine Folge von Dirty Dancing und Point Break mehr? Hätte eigentlich umgehend mit weiteren Episoden im Kino gerechnet… unfair die Welt, unfair. Ein unschöner Tag in der Musik und Filmgeschichte… wurde Swayze doch 1991 zum “sexiest man alive” gekührt…
She’s Like the Wind - Patrick Swayze Featuring Wendy Fraser