Archive for the 'Perlen aus Metall' Category
Alte Lieben rosten - definitv!
Im Gürbental oberhalb Thun und Belp liegt Kaufdorf. Ein kleines Dorf in dem das Restaurant Bahnhof das Zentrum des Begegnens und die Welt komplett in Ordnung zu sein scheint. Im Bahnhöfli ist es das auch…. Vis à vis dann grad weniger zur Zeit. Dort befindet sich die Autoverwertung Messerli - oder zumindest Büro und Beratung. Die Firma Messerli hat - um es etwas treffend zu formulieren - ein paar Leichen im Wald….
Seit 1933 bewirtschaftet die Firma Messerli am Dorfrand einen Autoabbruch.
Gesetz und Behörden haben dies aber in alt bewährtem Rahmen ja schon länger verboten und darum wurde die Verwertung dann in den 70igern still gelegt… aber nicht geräumt. Herzblut, Sammlergeist, alte Lieben, Zeitnot und lästige Kunden haben die Firma dazu bewogen den Autofriedhof nicht weiter zu pflegen und liessen ihn bewusst vergessen.
Können Sie sich nun vorstellen wie es da jetzt aussieht? Kombinieren wir ein wenig: Autos ab 1930 bis 1970, viele Wohlhabende aus den 50igern die Amis fuhren, Franzosen und Italiener dominierten, dreissig Jahre Natur die das sagen hatte… Klingelts?
In Kaufdorf entstand so ein einzigartiges Zeitdokument vergangener Tage - mehr als 500 Wagen - Cevrolet, Dodge, Ford, Porsche, Citroen, VW, BMW, Mercedes…. was sie wollen stehen unberührt da - Reihe in Reihe Perlen. Die Natur beginnt das Spiel zu gewinnen - verschlingt Blech und Chrom - Bäume wachsen durch Motoren - eine mulmig ruhige Atmosphäre herrscht - wie auf einem Friedhof. Nur Vögel singen….
Bis zum heutigen Tag war dieses Wäldchen nicht öffentlich was sich aber nun ab dem 31.5.08 ändert. Über den Sommer können Sie im Rahmen einer Kunstausstellung den Autofriedhof bestaunen und das Bahnhöfli nimmt es Ihnen sicher nicht übel wenn Sie später zum schwärmen noch auf ein Bierchen vorbei kommen…
Einziger Wehrmutstropfen - die Firma Messerli wird im März ‘09 den Acker räumen müssen wenn kein Wunder mehr passiert - typisch Schweizerisch wieder mal meinen wir von Medienmassaker… typisch! Vermutich wird wohl mehr Umweltbelastung beim Räumen generiert als momentan - dreissig Jahre nach dem letzten Öltropfen!
soda, jetz geht’s richtig ab
Ich mach’s kurz. Auch im medienmassaker.ch blog darf die Euro ‘08 nicht fehlen. Darum grad das da:d-schwiz-freut-sich-uf-d-euro.mp3
2 commentsLife Of Agony - Ugly (1995)
Als Life Of Agony 1993 ihr Debut River Runs Red auf die gepflegte und frisch geföhnte Heavy Metal Fraktion losliessen, war sich sich diese alles andere als einig darüber, ob man das Werk anspucken oder denn als Offenbarung feiern soll. Da war zu viel Hardcore und Melodie drin, um es einfach so hinzunehmen. Und wo zum Teufel blieben die für den Metal dieser Zeit so charakteristischen zackig gespielten Soli? War Gitarrist Joey Z. unfähig? So dachte zumindest die eher engstirnige Metalgemeinde. Diejenigen, die ein wenig toleranter durch die Welt aus Metall marschierten, waren fasziniert vom unglaublichen Stimmspektrum, das der kleine Mann Keith Caputo an den Tag legte und hingerissen von den überraschenden Tempiwechseln und alles niedermähenden Riffs, die Keith’s Musikanten aus ihren kurzen Ärmeln zauberten. River Runs Red kam als Konzeptalbum daher und befasst sich mit dem Selbstmord eines jungen Burschen, der mit den Problemen, die die Umwelt ihm aufbürdet, nicht mehr klar kommt.
Nur: es kam noch besser. Der Nachfolger von River Runs Red nannte sich kurz und bündig Ugly und war alles ausser dem, was einem der Titel suggerieren wollte. Die Härte und das zum Teil ein wenig konstruiert wirkende Songwriting des Erstlings wichen kompakteren und ausgeklügelteren Songs, die den Zuhörer mit unglaublichen und wohlige Hühnerhaut erzeugenden Melodien versorgte und noch immer vesorgt. Ach ja, die Texte handelten weiterhin nicht von Tauchferien auf den Malediven oder Mädchen in kurzen Röckchen. Ugly hat über die Jahre keinen Millimeter seiner Klasse eingebüsst und gehört weiterhin zu den absoluten Lieblingen eines jeden Musikliebhabers. Dies sage ich nicht nur einfach so, nein, das IST so.
Soul Searching Sun 1997), den Nachfolger von Ugly, kann man im Übrigen ebenfalls mit ganz reinem Gewissen ins Plattenregal stellen. Keith Caputo verliess nach den Aufnahmen dazu die Band und nahm ein paar Alben auf, die aus meiner Sicht ebenfalls viel mehr Anerkennung verdient hätten, als sie es effektiv haben. 2003 haben sich die Jungs wieder gefunden und 2005 ihr grossartiges Comeback Broken Valley veröffentlicht. Die Zeit, in der Whitfield Crane (Ex-Ugly Kid Joe) bei Life Of Agony ins Mikro spuckte, kann getrost als verloren und unwichtig betrachtet werden.
Und: Am 13. Juli 2008 spielen Life Of Agony in der Schüür in Luzern. Anscheinend. Gemäss Free&Virgin (nach Life Of Agony suchen da im Suchfeld) jedenfalls. Hingehen!
Dazu: Im April kommt Keith Caputos neues Album A Fondness For Hometown Scars in die Läden. Man darf durchaus Grosses erwarten und hofft, nicht enttäuscht zu werden. Mehr dazu dann an dieser Stelle, wenn die Zeit reif dafür ist.
Zusätzlich: Offizielle Webseite von Life Of Agony.
Des Weiteren: Hier noch schnell zwei Zückerli ab Ugly. Let’s Pretend und Fears nämlich. Zwei der zwölf besten Songs auf dem Album.
Let’s Pretend
Fears
Beldona - Fashionnight 2008
Gestern hatte ja noch eine Geburtstag in Tzüri. Gefeiert wurde darum in der Maag-Eventhall mit vollem Programm und was zum gucken gabs auch noch…
Wer? Fragen Sie? Beldona. Jawoll, Bikinis, Höselchens und Büstenhalter par Excelence - Made in Switzerland.
MmM war für Sie dort wiederum verdeckt aktiv und schaute für sie objektiv die Drunter-Mode an, und die, die die Mode trugen auch grad noch.![]()
Zuerst gabs paar Badekleider - Farbig, knapp, heiss und qualitativ anscheinend gut, meinte die Melanie Winiger bereits im Voraus.
Auch die Lingerie hatte es recht in sich, vorallem bei den ganz knappen könnt man meinen die sind mehr drinnen als dran. Die Strittmatter Nadine, dem Yakin seine Anja und paar ältere Missen haben recht eine gute Figur gemacht zur rasanten Musik. Die Schweizer Servilaprominenz wahr eigentlich bis auf Beni Turnheer (den hatte ich wirklich nirgends gesehen) komplett aufmarschiert. Sogar die Fielding lächelte in der Gegend herum.
Als Frau dürfen Sie sich sicher auch im Nullacht wieder auf Top Ware von Beldona freuen, als Mann ja sowieso. Typische Win-Win Situation wie sie im Lehrbuch bei “Verhandlung” gefunden werden kann also. MmM hatte am meisten Freude an dem Österreichischen Gastmodell Melanie Scheriau die als Symbol für vereinigte EM-Länder ebenfalls recht offenherzig anwesend war.
Zum Schluss gabs noch ein Konzert von irgend einer Unbekannten Göre und ein Höselchen zum mitnehmen für die Gäste. Lohnt sich also schon nur wegen dem Geschenk, so ein Beldona-Fashion Abend, wenn man denn rein kommt.
Paar Bildlis für die Draussenbleiber gibs HIER und HIER.
5 Songs…
Aufgrund der Heavy Metal Festwochen auf Medienmassker.ch habe ich heute morgen meinen aus METAL gefertigten USB Stick in meine Autoanlage gesteckt. Und schon ging die Post ab:
1. Sanctuary - White Rabbit (Refuge Denied)
> Noch im Halbschlaf kurve ich durch Zürich, mit dem Geschichtlein vom weissen Hasen im Hintergrund der sich selbst die Birne abbeisst. Erinnert mich grad es bitzli an die Szene im Hotel im Film “Fear and Loathing in Las Vegas”. Dieser Song ist im Orignal ein Hammer, aber diese Version vom Debutalbum von Sanctuary übertrifft das Original nochmals. Ich liebe diese Band und die beiden ersten Alben.
2. Anthrax - One World (Among the Living)
> Jetzt gehts aber plötzlich rund in meinem Auto, gerade richtig zu Autobahnauffahrt. Diese Riffs, die Härte, Slayer ??? Nein, es ist Anthrax, etwas verwirtt sitze ich plötzlich in Bermuda Shorts da und kann mich kaum halten. Ich möchte rummoshen, wie man so schön sagt. Lange habe ich Anthrax vermieden, die neueren Sachen waren überhaupt nicht mehr nach meinem Geschmack, aber die ersten Alben sind schlichtweg grossartig. “One Two, NOT Three Four DIE !!!!!”
3. Slayer - Spirit in Black (Seasons in the Abyss)
> Jetzt aber Slayer. Von meinem Lieblings-Slayer-Album, das am wenigsten nach Slayer klingt, der Song der am ehesten nach Slayer klingt. Slayer war mir seinerseits etwas zu unmelodisch und brachial, aber “South of Heaven” und “Seasons in the Abyss” finde ich grossartig. Und auch dieser Song hier, huaaa, ich muss auf den Tacho achten, der steht schon bei 150…Ich möchte mein Nagellederarmband anziehen und rausschreien…
4. Death Angel - A Room with a view (Act III)
> Ausfahrt Wetzikon, es ist Zeit etwas Ruhe ins Spiel zu bringen. Da ist dieser Song gerade richtig. Schöner halbakustischer Song vom grandiosen Act III Album dieser Combo. Auf Death Angel bin ich auch am Samstag im Ex-Libris gestossen, das neue Album aus diesem Jahr ist mir in die Augen gestochen. Die Band hatte sich zwischenzeitlich aufgelöst und sind nun wieder unterwegs. Empfehlen kann ich allerdings nur das grandiose ACT III.
5. Death - Living Monstrosity (Spiritual Healing)
> Yes, mein Lieblings-Death Metal Album. Auch bei diesem Song kann ich kaum ruhig sitzen bleiben. “Born without hands, eyes and half a brain”, auch literarisch hochstehend..Dieses Album kenne ich auswendig, für meine Ohren das eingängigste Death Album, würde sich auch für Heavy Metal Karaoke eignen.
Noch 5 Minuten bis ins Büro. Ich brauch jetzt was schönes, ruhiges, seriöses, sonst gehe opfere ich die Katze des Nachbarn. Das will ich vermeiden und lege sozusagen auch noch grad als Preview für heute Abend die grossen Nada Surf ein. Das Album “Let Go” ist keine Empfehlung sondern ein absoluter Pflichtkauf. Wer dieses Album nicht besitzt, soll sich bitte nie mehr auf Medienmassaker blicken lassen.. oder aber sofort in den Laden stürmen und heute abend auch grad noch ins Rohstofflager zu Liveaudienz pilgern…
Corrosion Of Conformity - Deliverance (1994)
Wer sich heutzutage Deliverance (mal wieder) anhört, fragt sich, ob die letzten 14 Jahre überhaupt stattgefunden haben. Zeitlos wirken Arrangements, Texte und Produktion, und wenn Pepper Keenan einem offenbart, dass man ein “Broken Maaan… In A Broken Laaand…” ist, dann kauft man ihm das heute genau so ab wie anno 1994.
C.O.C starteten anfangs der Achziger als Hardcore Band in North Carolina, fanden ihren unverkennbaren Stil jedoch - nach diversen Besetzungswechseln - erst 1991 mit ihrem nicht minder empfehlenswerten Album Blind. Der Höhepunkt ihres kreativen Schaffens stellt für mich aber Deliverance dar. Nach Luftgitarre verlangende Kracher wie “Heaven’s Not Overflowing” geben rein instrumentalen und ruhigen Leckerbissen wie “Without Wings” und vor Energie strotzeden Midtempo Krachern (”Seven Days”) die Klinke in die Hand. Eine Klinke, die während gut fünfzig unheimlich abwechslungsreichen Minuten zwischen metalschweissnass und southernrockstaubtrocken so ziemlich jedes erdenkliche eine Oberflächenbeschaffenheit beschreibende Adjektiv für sich in Anspruch nimmt.
Corrosion of Conformity haben es unverständlicherweise nie über den Status eines Insidertipps herausgebracht. Warum ein Album wie Deliverance beim Küren von unumgänglichen Klassikern der Neunziger häufig vor die Türe geschickt wird, ist mir schleierhaft. Der letzte Song auf Deliverance heisst bezeichnenderweise “Pearls Before Swine”. Als hätten sie es geahnt.
Als Zückerchen und Kaufanreiz gibts jetzt noch “Seven Days” und “Broken Man” von Deliverance und “Dance Of The Dead” und “Vote With A Bullet” seitens Blind auf die Fresse. Und zwar in genau dieser Reihenfolge.
Seven Days
Broken Man
Dance Of The Dead
Vote With A Bullet
Killing is my business and business is good
Dave Mustaine, bekannt durch die Darstellung einer Heulsuse im Metallica Film “Some kind of monster” gastiert am kommenden Montag, 3. März mit seinen Jungs von Megadeth in Zürcher Rohstofflager. Dave Mustaine hat Megadeth 1983 gegründet, nachdem er bei Metallica rausgekickt wurde. Neben Mustaine war übrigens auch Slayers Kerry King für kurze Zeit als Gitarero tätig. Von 1985 - 1992 veröffentlichte die Band Meilensteine der Metalgeschichte wie, “Killing is my Business”, “Peace Sells” oder “So far so good so what”. Alles was nach 1992 so verbrochen wurde, ist hier nicht mehr nennenswert. Trotzdem freut sich das Medienmassaker Team auf den kommenden Montag und auf einen Abend voller Hits und Brüller und ein Bierchen mit Davie Boy. Zur Einstimmung einer der brilliantesten Songs, mit dem Megadeth der Zeit schon weit voraus waren.