Archive for February, 2008
Killing is my business and business is good
Dave Mustaine, bekannt durch die Darstellung einer Heulsuse im Metallica Film “Some kind of monster” gastiert am kommenden Montag, 3. März mit seinen Jungs von Megadeth in Zürcher Rohstofflager. Dave Mustaine hat Megadeth 1983 gegründet, nachdem er bei Metallica rausgekickt wurde. Neben Mustaine war übrigens auch Slayers Kerry King für kurze Zeit als Gitarero tätig. Von 1985 - 1992 veröffentlichte die Band Meilensteine der Metalgeschichte wie, “Killing is my Business”, “Peace Sells” oder “So far so good so what”. Alles was nach 1992 so verbrochen wurde, ist hier nicht mehr nennenswert. Trotzdem freut sich das Medienmassaker Team auf den kommenden Montag und auf einen Abend voller Hits und Brüller und ein Bierchen mit Davie Boy. Zur Einstimmung einer der brilliantesten Songs, mit dem Megadeth der Zeit schon weit voraus waren.
Be Kind Rewind
Wenn der Regisseur Michel Gondry (SCIENCE OF SLEEP, ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND) einen Film mit Jack Black dreht, darf man ruhig einiges erwarten. Jack Black hat nicht umsonst noch nie in einem Zombiefilm mitgespielt und Gondry hat nicht umsonst noch nie einen Zombie- geschweige denn einen Pornofilm produziert. Der clevere Leser denkt sich jetzt allwaegs: “Das ist kein Zufall!” Und richtig. Das darf kein Zufall sein und darum war (und ist vermutlich immer noch bei allen Lesern ausserhalb der USA) die Freude gross. Leider etwas zu gross.
Doch zuerst zum Plot. Jerry lebt in einem Trailer neben einem Elektrizitaetswerk. Er ist der festen Ueberzeugung, dass die Regierung die Leute mit Hilfe von Mikrowellenstrahlung manipuliert. Daher beschliesst er das Werk zu sabotieren. Was mal gruendlich misslingt. Jerry wird “magnetisiert”. Uhm ja. besser nicht zu fest hinterfragen. Wie uebrigens noch so einiges im Film. Ungluecklicherweise loescht er dadurch alle VHS Baender im Videoverleih in dem sein Freund Mike (Mos Def) arbeitet (ahem.. ja.). Da Mike fast keine Kunden mehr hat (DVD sei Dank), haben sie die grossartige Idee die Filme einfach nachzudrehen. Und zwar ohne Editing oder Nachvertonung. Aufnahme direkt auf VHS. Warum auch nicht. Wie auch immer. die Kunden sind begeistert, der Shop macht Geld. Alles ist gut. Film fertig.
Wie man unschwer erkennen kann, ist der Plot nicht direkt die Staerke des Films. Oder anders gesagt, wer Jack Black nicht lustig findet sollte besser draussen bleiben und sein Geld fuer Diary of the Dead sparen. Das ist dann naemlich ein richtiger Film. Mit Zombies und so.Aber zurueck zu Be Kind Rewind. Gondry hat schon in seinen frueheren Filmen gezeigt, dass er mehr ein Meister der eindrucksvollen Bilder als ueberzeugender Story ist. Was bei Silence of Sleep wunderbar funktioniert ist bei einer Komoedie eindeutig schwieriger umzusetzen. Der Film hat einige Highlights fuer Filmkenner und Jack Black Fans zu bieten. Ansonsten leider nur durchschnittlich. Oder vielleicht waren die Erwartungen auch einfach zu hoch. Aber ein paar Zombies haetten dem Film gutgetan. Wie jedem Film eigentlich.
Hier noch Trailer. Film laeuft in der Schweiz ab dem 10. April. glaubs. Diary of the Dead hat straeflicherweise noch kein Startdatum.
607 commentsZombies! Zombies! Zombies!
Dass es sich beim hoffentlich bald auf DVD erscheinenden Zombies! Zombies! Zombies! nur um den besten Film aller Zeiten handeln kann, dürfte wohl allen hier Anwesenden spätestens nach dem Sichten des Trailers klar sein. Die Kombination aus Zombies, Stripperinnen und Motorsägen dürfte nicht mehr zu überbieten sein. Höchstens noch durch Zombies, Pornostars und Motorsägen.
Ich halte Sie auf dem Laufenden. Unterdessen können Sie sich ja den Trailer ein paar hundert Mal ansehen. HIER nämlich.
Sweeney Todd - The Demon Barber of Fleet Street (2007)
Tim Burton hat ja, genau wie dieser Film, nix mit Snowboarden am Hut. Einfach dass das eventuell mögliche Vorurteil grad mal im Keim erstickt ist vorab. Tim Burton hats mehr mit dem Blut und dem Grässlichen. Frühere Kunstwerke wie “Nightmare before Christmas”, “Edi’s Scherenhände” oder der “Sleepy Hollow” haben bereits bewiesen dass er immer wieder eklige und kalte Umgebungen mit grauseligen Protagonisten kreieren kann. So blutig wie der neuste Wurft von Schaudermeister war aber noch keiner dieser Filme. Das liegt allwäg daran dass er “Sweeney Todd” auch nicht selber erfunden hat. Die Engländer erzählen sich die Geschichte schon seit dem 19. Jahrhundert. 1936 wurde sie bereits verfilmt und ab dem 79gi sogar als Musical am Brodway vorgesäbelt. “Vorgesäbelt”? - fragen Sie? Das ist genau was Johnny Depp eigentlich vorallem macht in dieser Hauptrolle. Er rächt sich an der Welt für den Verlust seiner Frau und Tochter die nicht mal tod sind… Warum auch immer! Lecker Pastetenkuchen gibts dann von seiner Verehrerin einen Stock tiefer aus den aufgeschlitzen ”Bartträgern”. Der Schluss ist tragisch dann, rot und traurig.
Achten Sie sich, falls Sie den dann schauen gehen, vorallem auf die schönen Aufpraller der Leichen die vom oberen Stock nach der Exekution in den Keller fallen. Herrlich! An sonsten müssen Sie noch Lust auf ein Musical haben da mehr als die Hälfte der Dialoge als klassische Musical-Hymnen von der Leinwand hallen. Falls sie also auf fallende Körper und singende Hollywoodgrössen stehen wird ihnen der “Sweeney Todd” gefallen.
Technisch mag der Film die Spezialeffekte nicht ganz zu verstecken mit denen das alte London gezeigt wird, die Bilder sind aber immer sehr originell und kitschig. Mal beinahe farblos kann die nächste Einstellung durchaus überbunt sein. Die Set’s und Kleider sind wunderbar hergerichtet, drum hats letzte Nacht für die Ausstattung noch den Oscar gegeben dafür. Verständlich. Der Film ist typisch Burton halt und darum wieder einmal mehr den Gang zum Filmtheater wert… dies behaupte ich bei meiner Kehle!
Damit Sie sich selber etwas auf den schnittigen Film einstimmen können, gibts auf der offiziellen Homepage grad noch ein Tool “Cut your own Trailer”… cutten Sie sich also ihren Sweeney Todd - Trailer selber zusammen (oder auseinander).
Offizielle Homepage
John Rambo (2008)
Verdammt. Definitiv der beste Chucknorrisfilm mit Chuck Norris in der Hauptrolle seit Red Sonja, in dem aber völlig überraschend nicht Chuck Norris die Hauprolle spielt, sondern Silvester Stallone. Mehr kann, will, darf, soll und muss man dazu nicht sagen.
Mulberry Street (2007)
Ein grossartiges Beispiel dafür, dass sich die Qualität eines Filmes nicht über die Höhe des zur Verfügung stehenden Budgets und einem immensen Staraufgebot definiert, ist Mulberry Street, das erste Werk in Spielfilmlänge von Jim Mickle.
Die Story ist kurz und bündig und hat alles, was einen guten Film ausmacht: Rock’n'Roll, Untote und enge Krankenschwesternkostüme… ähm… verdammt, nein, das war Bubba Ho-Tep. Moment. Ah, jetzt aber: Gute Mucke, (rennende) Zombies und ähm eine kurze und bündige Story. New York’s Ratten entwickeln nämlich auf einmal das Bedürfnis, Menschen zu beissen, was die Gebissenen wiederum dazu veranlasst, sich langsam in rattenähnliche Wesen zu verwandeln. Dass sich die Rattenmenschen dann nicht von Karotten und Biomüesli ernähren möchten, dürfte naheliegend sein.
Der Regisseur legt für diese Art von Film erstaunlich viel - im positiven Sinne - Wert auf das Zeichnen der einzelnen Charaktere und lässt sie nicht - wiederum für diese Art von Film - erstaunlich wenig blödsinnige und für den Zuschauer unbegreifliche Dinge tun. (”Geh Du mal allein in den stockfinsteren Wald und schau Dich um während ich hier allein im Haus der menschenfressenden Mutanten auf Dich warte.”) Hervorzuheben sind nebst den überdurchschnittlich guten Leistungen der Schauspieler auch die virtuose Bilderwelt, die mit kreativen Effekten und ungewöhnlichen Kameraeinstellungen erzeugt wird und die Soundcollagen, die eine beklemmende Stimmung zu erzeugen vermögen und perfekt mit den Bildern verschmelzen.
Die im Film verwendeten Songs sind äusserst geschackvoll ausgewählt, was ich wieter unten grad am Beispiel von The Walkmen, die ihr The Rat beitragen, demonstriere. (Bows & Arrows von The Walkmen kann ich nebenbei sowieso empfehlen. Gehört in jede gutsortierte Plattensammlung. Teilweise herrlich schräg, melancholisch und einfach schön.)
Fazit: Nicht einfach ein primitiver Slasher (wobei dagegen ja auch nicht grundsätzlich etwas sprechen würde), sondern ein gelungener, abwechslungsreicher, handwerklich saugut gemachter, mässig blutiger, schneller und spannender Indiestreifen. Empfehlenswert!
No commentsTEKKONKINKREET (Tekon kinkurîto)
so. jetzt ists aber mal zeit fuer ein stueck filmgeschichte der etwas anderen art. tekkonkinkreet ist, zumindest meiner meinung nach, der wohl beste, wenn nicht sogar einer der besten oder zumindest weit vorne angesiedelten, animationsfilme. zuviel von der story zu verraten waere schade und wuerde mir vorallem viel zuviel arbeit machen. darum nur kurz:
black und white, zwei jungs von der strasse (nicht ganz so wie aggro berlin, mehr so wie die in bangkok denen man amigs essen zuwirft damit sie tricks zeigen, aehmm… das hab ich so gehoert. war ja selber noch nie dort und sogar als ich dort war hab ichs natuerlich nie gemacht.). zusammen bilden sie eine superheldentruppe, die als selbstauferlegtes ziel den schutz ihres viertels, treasure town, hat. mal abgesehen, dass die einheimischen davon nur so mittel begeistert sind, beschliesst die lokale yakuza aus treasure town einen vergnuegungspark zu machen. black gibt sein bestes dies nicht zuzulassen, muss jedoch gleichzeitig einen grossen teil seiner aufmerksamkeit seinem leicht aus der realitaet abgerueckten bruder white widmen, der alleine nicht ueberlebensfaehig scheint. so scheint es zumindest.
der regisseur des films ist ein amerikaner namens Michael Arias, der vor 15 jahren oder so nach japan ausgewandert ist und jetzt seinen ersten film realisiert hat. der stil der animation ist sehr ungewoehnlich, aber absolut ueberzeugend. die mischung aus handgezeichneten hintergruenden und gerenderten actionsequenzen geht, ueberraschenderweise, auf. mehr als das. die filmmusik verdient ebenfalls ein extra: gut gewaehlt. wer filme mit einer guten portion philosophie und excellenter unterhaltung nicht von vornherein auf die “nein, den mist schau ich nicht” - list setzt (so wie ich das persoenlich mit romantischen komoedien mache), sollte sich die DVD grad posten (zum beispiel bei cede.ch). wer noch nicht ganz ueberzeugt ist, kann sich ja zuerst den trailer ankucken: HIER nämlich.
so siehts aus. und wenn man dann grad bei youtube ist, unbedingt nach “vicious cycles” suchen. ebenfalls ein stueck animations geschichte. wenn auch etwas anders.
2 commentsMichel Gammenthaler
Geschätztes Publikum, für Sie ging nun Medienmassaker (nachfolgend Mm genannt wegen Geheimhaltung) so quasi zum Saisonauftakt ‘08 in gehemier Mission auf Pirsch. Als Kameramann getarnt schleuste sich Doppel-”EM”-Agent Muli (nachfolgend MmM genannt wegen…. pssst) in die höchst geheime DVD-Produktion von Michel Gammenthaler ein. Zur Zeit arbeiten wir von der Redaktion noch mehrfach verdeckt da die Einladungen für grosse Galavorstellungen noch mehrheitlich ausstehen (oder der OberWEBIredakteur sahnt sie selber ab). Auch die Presseausweise sind noch im Schwarzdruck zur Zeit, leider.
Die saubere Züri-Schnurre in der Show des Gammenthalers verwandelt sich im Laufe der Show mehrfach. Furchteinflössender Wahrsager im Boris-Akzent Dimitri, Grosi Hedi, Krasse Gangsa, Deutscher Esoterik-Heini Volker und ein warmer Schwudi-Magier sind alle sammt im Programm zu finden. Nebst andauernder Verblüffung durch paar kleinere und grössere Tricklis trumpft der Mann auch mit paar hochkarätigen Wortspielen und lockeren Scherzen auf. Zum Teil auch erst auf den zweiten Gedanken schnallend, macht das Publikum von erster Minute mit, staunt und Anwortet auf seine Fragen und Hinweise perfekt. Der Mann hat das Entertainment komplett im Griff.
Wenn Sie gute Live-Unterhaltung lieben, gehen Sie den in nächster Zeit irgendwo schauen. Es wird Ihnen gefallen und sie werden noch lange herum boren wie der jetzt wohl das Wort aus dem Buch herausgefunden hat… Zauberei? Weiss der Teufel! Grölen auf intelligentem Niveau ist jedenfalls garantiert. Auf der Homepage des Künstlers findens Sie übrigens auch monatlich prima Buchtipps von denen das ein oder andere Exemplar bereits in der Show grundlegend diskutiert wird. Aus dem geheimen Versteck heraus hat MmM übrigens mit bekommen dass der Magier ab Herbst 2008 mit einem neuen Programm aufwartet…
Paar Impressionen der Show finden sie sonst auf der Site vom Hof-Knipser Mirco (http://www.easypictures.ch/). Ein Schnappschuss aus diesem Sortiment mit dem Meister und seiner Truppe gibs hier: Magiertruppe (Doppel-”EM”-Agent MmM übrigens hier sehr schön “erwischt” bei den verdeckten Spionagearbeiten, wenn Sie ihn dann finden).
1 commentKochen für Dummies - Asien
Es soll ja Menschen geben, denen nützt auch das neueste Büchlein von Jamie O. herzlich wenig, da sie irgendwie das geschriebene nicht technisch umsetzen können. Ich zähle mich da mal dazu, nachdem ich Silvester ca. 20 gefühlte Stunden in der Küche gestanden bin, um ein herrlich Silvestermenü zu zaubern. Was dann aber rauskam, war ein Imbiss im Mc Donalds und eine verrauchte Küche.. Auch der Kochkurs im Dschungel von Thailand (mit Zutaten frisch aus den Garten) hat mir nicht wirklich weitergeholfen. Das Thai Curry hat halt zu Hause einfach auch etwas komisch ausgesehen und nicht so wirklich geschmeckt. Der Weg zum Lieblingsthai war sicherer.
Das alles hat nun ein Ende, denn es gibt nun “Fresh Thai” in der Migros. Das ist das Thai Chefkoch Construction Kit mit Erfolgsgarantie. Das gesamte Set gibt es sechs verschiedenen Varianten. Hier getestet wurde das Red Curry. So ein Paket enthält alle Zutaten wie Currypulver, Kokosnussmilch, Fischsauce etc. Also nur noch es bitzli Fleisch dazu kaufen und fertig. Man kann also schon mal die ganze Verwandtschaft einladen und braucht keine Angst vor dem Misslingen zu haben, es funktioniert einfach. Das Curry schmeckt wirklich so, wie in Chiang Mai auf der Strasse und es kommt auch grad noch ein bisschen Urlaubsstimmung auf. Zusätzlich gibt es in der Migros momentan auch gleich das Sterne-Koch Wok Set zu kaufen, damit kocht sichs noch einfacher. Also imponiert Euren Bekannten, solange dieses Set noch ein Geheimtipp ist. Sollte die Migros mittels diesem Gratiswerbespott den Umsatz verdoppeln, kann das Fresh Thai Jahresabo an unsere Redaktion geschickt werden.
Homeys
Der Huey und seine Fun Lovin’ Criminals trällern mir lauthals “I Love Living In The City” um die Ohren, dem ich nur nickend zustimmen kann während der 18 Sekunden, die die Fahrt durch Unterägeri Downtown in etwa dauert, während ich mich auf meine Homeys freue.
Sie haben richtig gelesen: Ich freue mich auf meine Homeys. Meine Homeys sind die besten. Die besten Hausschuhe. Kaum bin ich zur Tür herein und in meinen Homeys drin, geht a) in der Stube drin automatisch Musik an (dank der aus der Raumfahrt bekannten Automatic Mood Transmitting Technology 2000 (TM) wissen meine Homeys genau, wie ich mich fühle und legen unaufgefordert und vollautomatisch die richtige Scheibe auf den Plattenteller - im aktuellen Beispiel sind das jetzt logischerweise weiterhin FLC ab “Living In The City”, diesmal mit “Will I Be Ready”), b) bringen mir ein paar leichtbeschürzte Damen einen Scotch und eine stilgerecht mit Zedernholz angefackelte Zino und bewegen sich dann c) lasziv und aufreizend an der Stange, die d) vor dem Anziehen der Homeys ebenfalls noch nicht da war. Dass mir e) während dem in Küche von einer ebenfalls leichtbekleideten Dame ein geschmackvolles Nachtessen zubereitet wird, brauche ich hier vermutlich nicht extra zu erwähnen. Die Punkte f) bis z) gleichermassen nicht. Nur soviel: Auf “Will I Be Ready” antworte ich legère mit “Hell yeah”.
Dies alles, und das können Sie mir glauben, passierte mir niemals in meinen alten Dosenbachfinken!
