Archive for March, 2008
Johnossi, The Kills und Pete Philly And The Perquisite
Drei ganz feine Alben möchte der Herr Weber Euch heute ins Osternestchen legen. Nicht alle drei ganz neu, aber doch so neu, dass man alle drei Alben bereits schon auf Music Cassette finden kann.
Anfangen möchte ich mit Johnossi’s All They Ever Wanted. Die ist definitiv so richtig neu. Letzte Woche rausgekommen nämlich. Auch ist die so neu, dass ich noch kein abschliessendes Urteil abzugeben vermag, respektive mich noch nicht über allfällige Langzeitschäden auslassen kann. Wer jedoch das nach ihnen selbst benannte Debut (2005) der zwei schwedischen Jungs gehört und lieben gelernt hat, zweifelt keine Sekunde an der Nachhaltigkeit und Beständigkeit der Songs. Was man sagen kann: Das Ding kommt grundsätzlich in rockigerem und schnellerem Gewand daher als der Vorgänger. Gut so. Als Müsterchen gibts den Opener 18 Karat Gold vor den Latz.
Weiter gehts mit Midnight Boom (2008) von The Kills. Ein gewisser The Kills Hype ist bestimmt nicht zu leugnen, was einerseits gut fürs Portemonnaie der Band ist (die Verkäufe der bisherigen EPs und LPs hielt sich trotz guter Kritiken in sehr bescheidenem Rahmen), andererseits aber auch den einen oder anderen Ich-höre-aus-Prinzip-nur-Musik-die-sonst-niemand-hört-auch-wenn-sie-Scheisse-ist Clown abschrecken dürfte - was wiederum absolut Wurst ist. Hype hin oder her: Midnight Boom erweist dem Minimalismus alle Ehre und macht ganz viel Spass. Als Müsterchen gibts auch hier den Opener, der aber lustigerweise nicht 18 Karat Gold heisst wie bei Johnossi, sondern U.R.A Fever.
Den Schlusspunkt setzen noch schnell der Pete Philly And The Perquisite und ihr Mistery Repeats (2007). Gute Hiphop Acts kann man (oder ich jedenfalls) an relativ wenigen Extremitäten abzählen. Zur guten Gesellschaft von The Roots, Gangstarr, Pharcyde und Konsorten gesellen sich nun auch Pete Philly And The Perquisite. Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich ihre früheren Werke nicht kenne, dies jedoch auf jeden Fall nachholen werden. So smarte Texte, so viel Flow in den Rhymes, so geschmackvoll ausgewählte Samples aus Jazz und Klassik und Beats, die jeden müden Arsch munter machen haben haben wir schon lange nicht mehr gehört. Hut ab, Tanzschuhe an! Hier der Titeltrack Mystery Repeats.
Apple Iphone: Ein Erfahrungsbericht, Tag 1
Wenn der Postmann zweimal klingelt……. dann ist meist niemand zu Hause und er muss so ein Zetteli in den Briefkasten legen, damit der Empfänger das Päckli auf der Poststelle abholen kann. So ist es gestern auch bei mir geschehen und ich wusste sofort was da auf der Poststelle auf mich wartet.
Aber zur Vorgeschichte. Ja, ich gebs zu, ich habe mich vertan. 3 , 2 , 1 meins. Etwa so ist das zugegangen, als ich mich vor ca. einer Woche auf Ebay tummelte.
Der Dollarkurs war tief, ich war in bester Bieterlaune und habe mal so zum Spass auf ein Apple Iphone 16 GB (jailbreaked, unlocked) geboten. Eigentlich wusste ich nicht sehr viel übers Iphone ausser dass es cool aussieht und hier in der Schweiz noch nicht erhältlich ist. Ein Handy hatte ich schon, ein gutes Smartphone mit dem man auch telefonieren kann. Trotzdem kam es wie es kommen musste, ich habe die Auktion gewonnen und wurde glücklicher (???) Besitzer eines Iphones. Wie es sich für ein unerwünschtes Gadget gehört, habe ich mich dann trotzdem erkundigt, was ich da eigentlich ersteigert habe und was man damit machen oder nicht machen kann . Die Vorfreude stieg zu meiner eigenen Ueberraschung recht rasch und ich war so richtig gespannt, als ich gestern Abend die schöne, aber entäuschend kleine Iphone Box in meinen Händen hielt. Schnell ausgepackt, eingeschaltet und schon konnte ich die verschiedenen Funktionen erforschen, ohne meine SIM Karte einzusetzen. Nachdem ich etwas vertrauen zum Telefon gewonnen hatte, habe ich dann auch meine SIM Karte eingesetzt.
Schock 1: “Ihre SIM Karte ist gesperrt” erscheint da freundlich auf dem Handydisplay. Hätte ich doch nur gewartet, bis diese Phone bei der Swisscom erhältlich ist. Doch da ging mir ein Licht auf. Der PIN Code war gemeint, nach der Eingabe des SIM PIN Codes lief das Gerät wunderbar.
Schock 2: Obwohl das IPhone meinen Wireless Access Point erkennt und eine Verbindung anzeigt, kann ich weder in Internet surfen, noch neue Applikationen installieren. Aber, ein Neustart des Handys bringt Erleichterung.
Fazit nach einem Tag: Ich gebe mein Iphone nie wieder her. Apple hat hier getreu dem Motto weniger ist mehr grossartige Arbeit geleistet was die Bedienung betrifft. Diese ist wirklich brilliant und einfach. Als technisch versierter Benutzer, war ich mit den vielen versteckten Funktionen und Einstellungen meines Smartphones überfordert. Beim Iphone ist alles aufgeräumt, eher hat es mal eine Funktion weniger. Als Beispiel sei nur gesagt, dass ich innerhalb einer halben Minute alle meine Mailkonten mittels Synchronisation auf dem Phone hatte. Ein Klick auf das Maps Icon zeigt mir genau wo ich mich momentan befinde (das kann manchmal sehr nützlich sein). Das erste Mal finde ich ein Handy auch für das Surfen im Internet geeignet. Die Abstriche im Vergleich zu meinem Smartphone sind, dass ich z.B. kein Word mehr verfügbar habe. Ich werde als nun mein 1000 seitiges Buch am PC zu Ende schreiben müssen, und kann das nicht mehr mit dem Handy erledigen. Und weil ich mein neues Gerät einfach voll gut finde, gönne ich ihm auch noch etwas Ruhe und lasse es heute noch in seiner Schachtel bis es dann ab morgen voll eingesetzt wird.
4 commentsLife Of Agony - Ugly (1995)
Als Life Of Agony 1993 ihr Debut River Runs Red auf die gepflegte und frisch geföhnte Heavy Metal Fraktion losliessen, war sich sich diese alles andere als einig darüber, ob man das Werk anspucken oder denn als Offenbarung feiern soll. Da war zu viel Hardcore und Melodie drin, um es einfach so hinzunehmen. Und wo zum Teufel blieben die für den Metal dieser Zeit so charakteristischen zackig gespielten Soli? War Gitarrist Joey Z. unfähig? So dachte zumindest die eher engstirnige Metalgemeinde. Diejenigen, die ein wenig toleranter durch die Welt aus Metall marschierten, waren fasziniert vom unglaublichen Stimmspektrum, das der kleine Mann Keith Caputo an den Tag legte und hingerissen von den überraschenden Tempiwechseln und alles niedermähenden Riffs, die Keith’s Musikanten aus ihren kurzen Ärmeln zauberten. River Runs Red kam als Konzeptalbum daher und befasst sich mit dem Selbstmord eines jungen Burschen, der mit den Problemen, die die Umwelt ihm aufbürdet, nicht mehr klar kommt.
Nur: es kam noch besser. Der Nachfolger von River Runs Red nannte sich kurz und bündig Ugly und war alles ausser dem, was einem der Titel suggerieren wollte. Die Härte und das zum Teil ein wenig konstruiert wirkende Songwriting des Erstlings wichen kompakteren und ausgeklügelteren Songs, die den Zuhörer mit unglaublichen und wohlige Hühnerhaut erzeugenden Melodien versorgte und noch immer vesorgt. Ach ja, die Texte handelten weiterhin nicht von Tauchferien auf den Malediven oder Mädchen in kurzen Röckchen. Ugly hat über die Jahre keinen Millimeter seiner Klasse eingebüsst und gehört weiterhin zu den absoluten Lieblingen eines jeden Musikliebhabers. Dies sage ich nicht nur einfach so, nein, das IST so.
Soul Searching Sun 1997), den Nachfolger von Ugly, kann man im Übrigen ebenfalls mit ganz reinem Gewissen ins Plattenregal stellen. Keith Caputo verliess nach den Aufnahmen dazu die Band und nahm ein paar Alben auf, die aus meiner Sicht ebenfalls viel mehr Anerkennung verdient hätten, als sie es effektiv haben. 2003 haben sich die Jungs wieder gefunden und 2005 ihr grossartiges Comeback Broken Valley veröffentlicht. Die Zeit, in der Whitfield Crane (Ex-Ugly Kid Joe) bei Life Of Agony ins Mikro spuckte, kann getrost als verloren und unwichtig betrachtet werden.
Und: Am 13. Juli 2008 spielen Life Of Agony in der Schüür in Luzern. Anscheinend. Gemäss Free&Virgin (nach Life Of Agony suchen da im Suchfeld) jedenfalls. Hingehen!
Dazu: Im April kommt Keith Caputos neues Album A Fondness For Hometown Scars in die Läden. Man darf durchaus Grosses erwarten und hofft, nicht enttäuscht zu werden. Mehr dazu dann an dieser Stelle, wenn die Zeit reif dafür ist.
Zusätzlich: Offizielle Webseite von Life Of Agony.
Des Weiteren: Hier noch schnell zwei Zückerli ab Ugly. Let’s Pretend und Fears nämlich. Zwei der zwölf besten Songs auf dem Album.
Let’s Pretend
Fears
Was kochen ???
Jetzt sind ja dann bald Ostertage, man hat frei, das Wetter - naja - und Hunger gibts sicher auch. Was kochen? Fragen Sie? Gute Tipps rund ums kochen gibts hier bei: www.waskochen.ch.
Das faszinierende an der Seite ist dass Sie zum einen ein Grossaufgebot an originellen Kochrezepten - ebenfalls originell angepriesen - finden und Ihr persönliches Lieblingsmenü auch grad anmelden können. Dann kommt dann ein VJ vorbei mit der Videocam, filmt Sie beim kochen und postet dies anschliessend für die Welt im Internet…. Werden Sie jetzt zum Starkoch, daheim in Ihrer trauten Umgebung. Hungerrrrrr….
Familien DVD Abend oder Triple Zombie Treat
Mittwoch Abend. 21 Uhr. Kurz nach dem Nachtessen. Vati beschliesst, seiner Familie einen lustigen DVD Abend zu bescheren. Doch was für Filme soll er seinen Liebsten vorführen? Die Kinder, drei, fünf und acht Jahre alt, wollen Zombies. Gute Idee, findet Vati. Also der gute alte Dawn Of The Dead ? Oder lieber was asiatisches? Stacy? Tokyo Zombie? “Die sind natürlich alle richtig gut”, denkt sich das fürsorgliche Familienoberhaupt, “aber erfasst der 3 jährige Max die latenten gesellschaftskritischen Seitenhiebe? Oder ist er doch noch ein Jahr zu jung dafür? Perlen vor die Säue?”. Zum Glück hat Vati aber vorgesorgt und nennt nebst einer hochstehenden Zombie- und einer gepflegten Pornosammlung auch noch ein paar Familienfilme sein eigen. So trifft man sich nun, nachdem Mutti den Abwasch erledigt hat, voller Vorfreude vor der Grossleinwand in der Stube.
Den Auftakt macht Fido. Mit Fido kann sich auch Vati anfreunden: Irgendwann in den Siebzigern hat jede Familie, die etwas auf sich hält, einen Zombie als Haushaltshilfe. Die Untoten werden mit Hilfe von elektronischen Halskrausen von ihrem Appetit auf Menschenfleisch abgehalten, was genau solange gut geht, wie die eben erwähnten Halskrausen auch tatsächlich funktionieren. Gelungene Situationskomik, gemässigte Gore- und Splattereffekte, eine gelungene Story und herrlich überzeichnete und unglaublich farbenfrohe Szenarien machen Fido zum durchaus sehenswerten Zombieklamauk, der aber zu keinem Zeitpunkt an den Genre Meilenstein Shaun Of The Dead heranreicht.
> Filmseite mit Trailer
Die Kinder sind begeistert und überreden Daddy mühelos, noch einen zweiten Streifen zum Besten zu geben, da zwei Drittel von ihnen ja eh noch nicht zur Schule müssten und deshalb am Donnerstag so lange schlafen könnten, wie sie möchten und der Älteste auch erst um 8 Uhr im Schulzimmer anzutraben hätte. Die Hausaufgaben seien im Übrigen auch schon beinahe unter Dach und Fach.
Vati entscheidet sich für Black Sheep aus Neuseeland. Eine gute Wahl! Ein geldgieriger Farmer und eine verrückte Wissenschaftlerin kreuzen menschliches Erbgut mit dem von Schafen, um sowas wie eine Superschafrasse zu züchten. Welch Überraschung: Die Schafe, deren Charakterzüge man ohne schlechtes Gewissen als durchaus bösartig bezeichnen könnte, finden ihren Weg aus dem Labor in die Freiheit und zerfleischen, was immer ihnen vor das in flauschige Wolle eingerahmte Gebiss kommt. Gebissene werden dann lustigerweise auch noch zu Schafen. Grossartig. Die Kinder freuen sich über die fein gemachten Eingeweide und Körperteile, die die niedlichen Schafe den durchaus überrascht wirkenden Anwohnern entnehmen, respektive abbeissen. Der vermutlich beste und lustigste Zombiefilm mit Schafen seit… ähm… Sam Sheepdog And Ralf Wolf.
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Mitternacht durch. Zeit ins Bett zu gehen, meint Mutti. Doch die Kinder wollen noch nicht so richtig und bitten Papi, seine Filmkiste doch noch ein letztes Mal zu öffnen. Was der natürlich gerne tut und flugs Zombie Honeymoon hervorzaubert.
Zombie Honeymoon beschreibt die Geschichte eines jungen Paares, das sich nach der Hochzeit für ein paar Tage in einem Haus am Meer niederlässt um dort voller Tatendrang Zukunftspläne zu schmieden. Als Danny nach einer Surfsession von einem unerwartet aus dem Wasser auftauchenden (Ex-) Surfer attackiert und angespeit wird, bevor dieser verendet, nimmt die Story eine tragische Wendung. Danny mutiert allmählich selbst zum Zombie und wird zuerst vom Vegetarier zum Steakliebhaber, bevor die unbändige Lust auf Menschenfleisch überhand nimmt - nur von Tracy, seiner frisch angetrauten Ehefrau, kann er seine Finger (noch) lassen. Smart aufgebauter und von (eher Genre untypischen) präzis gezeichneten Charakteren und origineller Story lebender Horrorfilm, der es weder an Humor, Tragik, Spannung noch an solidem (Gore-) Handwerk mangeln lässt. Hut ab!
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So Kinder, jetzt aber ab ins Bett. In drei Stunden gehts zur Schule. Vati und Mutti wollen sich jetzt noch einen Film aus ihrer persönlichen Sammlung anschauen. Dazu dann das nächste Mal mehr.
Beldona - Fashionnight 2008
Gestern hatte ja noch eine Geburtstag in Tzüri. Gefeiert wurde darum in der Maag-Eventhall mit vollem Programm und was zum gucken gabs auch noch…
Wer? Fragen Sie? Beldona. Jawoll, Bikinis, Höselchens und Büstenhalter par Excelence - Made in Switzerland.
MmM war für Sie dort wiederum verdeckt aktiv und schaute für sie objektiv die Drunter-Mode an, und die, die die Mode trugen auch grad noch.![]()
Zuerst gabs paar Badekleider - Farbig, knapp, heiss und qualitativ anscheinend gut, meinte die Melanie Winiger bereits im Voraus.
Auch die Lingerie hatte es recht in sich, vorallem bei den ganz knappen könnt man meinen die sind mehr drinnen als dran. Die Strittmatter Nadine, dem Yakin seine Anja und paar ältere Missen haben recht eine gute Figur gemacht zur rasanten Musik. Die Schweizer Servilaprominenz wahr eigentlich bis auf Beni Turnheer (den hatte ich wirklich nirgends gesehen) komplett aufmarschiert. Sogar die Fielding lächelte in der Gegend herum.
Als Frau dürfen Sie sich sicher auch im Nullacht wieder auf Top Ware von Beldona freuen, als Mann ja sowieso. Typische Win-Win Situation wie sie im Lehrbuch bei “Verhandlung” gefunden werden kann also. MmM hatte am meisten Freude an dem Österreichischen Gastmodell Melanie Scheriau die als Symbol für vereinigte EM-Länder ebenfalls recht offenherzig anwesend war.
Zum Schluss gabs noch ein Konzert von irgend einer Unbekannten Göre und ein Höselchen zum mitnehmen für die Gäste. Lohnt sich also schon nur wegen dem Geschenk, so ein Beldona-Fashion Abend, wenn man denn rein kommt.
Paar Bildlis für die Draussenbleiber gibs HIER und HIER.
Lou Reed in Zürich (2. Juli 2008)
Also, der Lou Reed wird im kommenden Sommer im Hallenstadion zu Zürich zu Gast sein. An alle die jetzt denken: “naja und?”. MOMENT. So habe ich auch gedacht, als ich diese Ankündigung das erste Mal vernommen habe. Irgendwie blieb mir dieser Event trotzdem im Kopf so habe ich den Herrn Reed heute morgen eingeladen bei mir im Auto aus seinem Album “New York” zu erzählen. Alles hat er mir erzählt in diesen 50 Minuten, geredet, geklagt bis ich nicht mehr zuhören mochte.
Da besinne ich mich doch lieber auf zwei von mir ausgewählte Perlen aus dem langjährigen Schaffen dieses Herrn und zwar das Album “The Velvet Underground and Nico” von The Velvet Underground aus dem Jahre 1967. Mindestens das Cover dieses Albums dürfte jedem bekannt sein. Die Velvet Underderground wurden seinerzeit vom Andy Warhol (das ist der der die Marilyn farbig angemalt hat) gefördert, waren aber kommerziell nicht wirklich erfolgreich. Trotzdem ist dieses Album absolut hörenswert und hat die Indie Musik bis heute nachhaltig beeinflusst.
Und dann noch das legendäre “Transformer” von Lou Reed aus dem Jahr 1 vor Rob (also 1972). Dieses Album ist ein Meilenstein als ganzes. Es besteht aus bekannteren Songs wie “Walk on the Wild Side” oder “Satellite of Love” aber auch die unbekannteren Sachen sind grossartig. Ich empfehle dieses Album bedingungslos zum Kauf, nicht nur, weil es bei Amazon für günstige 6.67EUR erhältlich ist.
Nun stellt man sich natürlich trotzdem Fragen. Ist Lou Reed einer aus der Kategorie “Ein Konzert das man in seinem Leben unbedingt gesehen haben sollte” ? Soll man denn für das Konzert vom 2. Juli Tickets bestellen oder soll man sich diese beiden CDs kaufen, einen guten schweren Roten öffnen und der genialen Musik zu Hause auf dem Sofa huldigen. Entscheidet selbst.
Passend zum Wetter gibts hier “Perfect Day” vom Transformer Album
und als Vorschau aufs Weekend “Sunday Morning” von The Velvet Underground and Nico.
es gibt wieder schnee - funk
Immer wieder lustig, die schneefunk-Parties in Luzern und Zug. Dieses Mal schaut DJ Boca45 aus Bristol rein. Der Typ legt nur mit den kleinen Singles aus den Jukeboxen auf und s-s-sKräTScht sie, bis die Bude brennt. Soul, Funk, 60’s Rock und Classic HipHop. Jawoll, mein Herr, alles echt und nix Konserven-Mix. Für die Aufwärmrunde bis ca. 01h in der Lounge & Gallery in Zug sorgen Damian&Maurice von den DUST SURFERS (Walchwil und Zürich). Wer in Zürich ab und zu z.B. in der Badi Enge, im Cabaret Voltaire, in der Dachkantine oder im El Lokal war, kennt die Jungs von dort her. In Luzern, in der Bar59, werden ab 01h WaB und High Cut nachbrennen. MM-Schreiberlinge kommen selpverschtentlich gratos rein.
Es hat also für alle etwas… freu’n sie sich.
5 comments5 Songs…
… mit denen sechs ich mitten in den heutigen Mittwoch abgefeuert wurde.
1. Radiohead : 15 Step (In Rainbows)
> Den heutigen Tag begonnen hab ich mit 15 Step von Radiohead, dessen knifflige Anfangstakte mich fast zum Auto rausgeschüttelt und das Greifen nach dem Zündschlüssel beinahe verunmöglicht haben. Zum Glück lassen die Jungs den Beat mit der Zeit in geordnetere Bahnen laufen und den Song zur Ohrenweide werden, was mir das Starten Motors dann doch noch ermöglichte. Grosser Song, grosses Album, grosse Band.
2. Just Jack : Koolaid (Overtones)
> Grosser Discoknaller, dieses Koolaid von Just Jack! Denk ich mir jedenfalls. Amüsanter Text und feiner oldschool Electro Boogie Beat. Ich fange unweigerlich an, einen Robodance zum Besten zu geben auf dem DFKNAC (Dancefloor Formerly Known As Cockpit) und tue lustig so, als würden meine Hände an einer Glasscheibe entlang wandern. Was sie eigentlich auch tun.
3. … And You Will Know Us By The Trail Of Dead : Stand In Silence (So Divided)
> So Divided ist ein Album, das keiner gepflegten Musiksammlung unentschuldigt fernbleiben darf. Das selbe gilt auch für den ganzen … And You Will Know Us By The Trail Of Dead Backcatalog. Es gibt nicht viele Bands, die sowohl in ihrem Bandnamen als auch in ihren Songs so viel Abwechslung bieten. Die ganze Rockgeschichte in a box und trotzdem hat man nie das Gefühl, einem gewaltsam und gegen seinen Willen erstellten Flickwerk zuzuhören. Ich mache hier nun eine kurze Pause, damit sie sich schnell alle AYWKUBTTOD Alben kaufen können.
4. Eels : Climbing To The Moon (Electro-shock Blues)
> Der Zufallsgenerator meint es heute ausgesprochen gut mit mir. Angenehm abwechselnd bis anhin und nun mit Eels’ Climbing To The Moon ein Song, der mich einerseits an das grossartige Konzert vom letzten Donnerstag zurückblicken lässt und mir andererseits einen wohligen Schauer über den Rücken huschen lässt. Wunderschönes Lied. Wunderschönes Lied! Beim Ausklingen beschleunige ich von den aktuellen rund 13 km/h (die mir grad unheimlich schnell erscheinen) wieder auf gut 90 und nehme nun auch das energische Hupen der Affen hinter mir wieder wahr.
5. Brand New : Degausser (The Devil And God Are Raging Inside Me)
> Hohooo! Wieder eine gute Wahl, Herr Random! Brand New haben mit ihrem The Devil And God Are Raging Inside Me ein wahres Meisterwerk geschaffen. Vielfältig, sensibel, hart und wunderschön. Ich leide mit, wenn der Jesse “… take me back to your bed, i love you so much that it hurts my head” schluchzt. Armer Kerli, der. Hat nicht viel zu lachen vermutlich.
6. Dropkick Murphys : Flannigan’s Ball (Meanest Of All Time)
> Beim weinend Einparkieren erwischen mich doch tatsächlich noch die Dropkick Murphys. Ich entscheide mich kurzerhand, nun doch nicht zur Arbeit zu gehen, sondern an den Flannigan’s Ball. Meine Tränen weichen einer Bierseeligkeit und Bock auf Wein, Weib und Gesang, denen mit Arbeit am Computer nicht beizukommen ist. Prost mit dem besten Dropkick Murphys Album seit Jahren!
Black Snake Moan (2006)
“Christina Ricci bring das Zelluloid zum brodeln”. Das ist es, was hinten auf der DVD-Hülle steht. Schauen Sie dazu noch das Poster des Stücks an und sie wissen warum ich zugegriffen habe bei Exlibris. Da hat Regisseur und Drehbuchautor Craig Brewer wohl ja eine Knalleridee für eine Story gehabt. Halbnakige Rakete an Kette beim alten Farmer ans Heizungsrohr gefesselt. Wow, was für ein Epos dachte ich mir und schob die scheibe in den Player… ist ja wirklich ein heisses Eisen, die Ricci - und Sämi L. Jackson und Timberlake sind ebenfalls hoch in meiner Favoritenliste… Chips, M&m’s und Sinalco parat… “Everything ist hotter down south” - Play!
Genau so wie gedacht geht’s dann auch gleich los… erste Szene - Rae (Ricci) und Ronnie (Timberlake) am poppen. Dazu Blues… und bereits rennt die 28 jährige auch schon im knappen Höselchen duch die Leinwand… Jahaaaa, Volltreffer! - Dachte ich, glauben Sie…! Weit gefehlt, weiss ich jetzt.
Zwar bekommt die Story (und auch der Betrachter) durch die Idee mit viel Haut und Ketten recht Schärfe, der Film ist aber alles andere als billiges Nakedeikino. Stellt sich doch dann heraus dass Rae eben recht unbeholfen überall ausgenutzt wird und der Lazarus (Sämi L. Jackson) als alter, gläubiger Farmer diese wieder auf den rechten Weg bringen will. Lazarus selber steckte ebenfalls grad in einer Lebenskriese und Rae’s Freund Ronnie fehlts auch an Vollkommenheit. Mit unkonventionellen Mitteln zeigt dann der ehemalige Blues-Meister den beiden Teenies dass es eben vorallem etwas braucht im Leben…. “i’ve got the blues - you’ve got the love” (der ist von mir, ha!).
Das Zusammenspiel von Haut, Blues, Lebensweisheit und Ketten ist perfekt. Der Film bietet jedem etwas und Fans von Schwarzen Südstaatenblues werden heulen vor Glück. Samuel L. Jackson, Ricci und Timberlake laufen in Höchstform und Craig Brewer insziniert seine Geschichte mit viel Aufwand. Die halbe Süd-USA ist am Soundtrack beteiligt und Jackson selber kann seit da auch Gitarre spielen. Brewer selber legt bei seinen Filmen immer wieder viel Wert auf die Musik. Mit “Hustle & Flow” (2005) gelang im bereits eine Hommage an die Rap-Musik. Mit “Black Snake Moan” gibts nun Blues und im “Making of” kündet er bereits den nächsten Film an… irgend etwas mit Country dann. Freuen wir uns!
“Black Snake Moan” war in der Schweiz nie im Kino und ist seit Februar als DVD im Handel. Da ist dem Kinobetreiber oder dem Verleiher aber einiges an Kinoeintritten duch die Lappen gesegelt… schade halt. Holen Sie das nach daheim auf dem Sofa, es lohnt sich.
Trailer zum Film
Titelkultsong “Black Snake Moan” performed by Samuel L. Jackson