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Rest now weary head you will get well soon…Garantiert

Es war so um Weihnachten rum, im letzten Jahr, als mir ein gewisser Konstantin Gropper auf Amazon in einem Video in bester Predigermanier garantierte, dass sich mein Leben zum Guten wenden werde, wenn ich jetzt sein neues Album bestelle. Das hab ich als gutgläubiger Amazon Christ natürlich sofort gemacht, musste aber dann drei harte Wochen warten, bis dieses Allerweltsheilmittel in meinem Briefkasten lag. Aber ich hab gar nichts bereut. Nach einem Intensivtest von fast 2 Monaten Dauerrotation, muss ich dem Herrn Gropper dem Kopf von “Get Well Soon” halt einfach Recht geben.”Rest now weary head you will get well soon” der Titel ist Programm. Nur etwas Geduld, lausche den wunderbaren Klängen des Albums und alles wird gut.
Dieses Album ist ein Meisterwerk, abwechslungsreich, sehr schön instrumentiert (es hat sogar Bläser drauf, die mag ich sonst überhaupt nicht). Manchmal melanchonisch (Hallo Herr Cave), dann einfach nur wunderschön. Musik für jede Lebenslage. Für mich bisher das Highlight 2008. Strong Buy.

Als Müsterli gibts hier das Video zu “Christmas in Adventure Parks” mit meiner Lieblingstextzeile: “In Alaska there’s no refrigerator needed, its always cold and cold and cold”.

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Mulberry Street (2007)

Ein grossartiges Beispiel dafür, dass sich die Qualität eines Filmes nicht über die Höhe des zur Verfügung stehenden Budgets und einem immensen Staraufgebot definiert, ist Mulberry Street, das erste Werk in Spielfilmlänge von Jim Mickle.
Die Story ist kurz und bündig und hat alles, was einen guten Film ausmacht: Rock’n'Roll, Untote und enge Krankenschwesternkostüme… ähm… verdammt, nein, das war Bubba Ho-Tep. Moment. Ah, jetzt aber: Gute Mucke, (rennende) Zombies und ähm eine kurze und bündige Story. New York’s Ratten entwickeln nämlich auf einmal das Bedürfnis, Menschen zu beissen, was die Gebissenen wiederum dazu veranlasst, sich langsam in rattenähnliche Wesen zu verwandeln. Dass sich die Rattenmenschen dann nicht von Karotten und Biomüesli ernähren möchten, dürfte naheliegend sein.

mulberry_streetDer Regisseur legt für diese Art von Film erstaunlich viel - im positiven Sinne - Wert auf das Zeichnen der einzelnen Charaktere und lässt sie nicht - wiederum für diese Art von Film - erstaunlich wenig blödsinnige und für den Zuschauer unbegreifliche Dinge tun. (”Geh Du mal allein in den stockfinsteren Wald und schau Dich um während ich hier allein im Haus der menschenfressenden Mutanten auf Dich warte.”) Hervorzuheben sind nebst den überdurchschnittlich guten Leistungen der Schauspieler auch die virtuose Bilderwelt, die mit kreativen Effekten und ungewöhnlichen Kameraeinstellungen erzeugt wird und die Soundcollagen, die eine beklemmende Stimmung zu erzeugen vermögen und perfekt mit den Bildern verschmelzen.

Die im Film verwendeten Songs sind äusserst geschackvoll ausgewählt, was ich wieter unten grad am Beispiel von The Walkmen, die ihr The Rat beitragen, demonstriere. (Bows & Arrows von The Walkmen kann ich nebenbei sowieso empfehlen. Gehört in jede gutsortierte Plattensammlung. Teilweise herrlich schräg, melancholisch und einfach schön.)

Fazit: Nicht einfach ein primitiver Slasher (wobei dagegen ja auch nicht grundsätzlich etwas sprechen würde), sondern ein gelungener, abwechslungsreicher, handwerklich saugut gemachter, mässig blutiger, schneller und spannender Indiestreifen. Empfehlenswert!

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